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Rückblick

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Nicht nur ich bin begeistert von den Kieselalgen. Auch der berühmte Naturwissenschaftler Ernst Häckel verewigte Ihre Vielfalt in dieser wunderschönen Zeichnung.

Wie schon viele meiner KommilitonInnen vor mir, möchte ich noch ein paar Gedanken zum Führen dieses Blogs und zu meinen Erfahrungen im IKT-Kurs aufschreiben.

Dieser Blog ist mir mittlerweile recht ans Herz gewachsen. Ich hatte anfangs einige Schwierigkeiten, was den Inhalt meiner Beiträge angeht. Ich wollte nicht einfach ein Tagebuch führen und entschied mich daher, verschiedene IKT-Themen auszuwählen. Die Themen entsprachen zum Teil Dingen, mit denen ich mich gerade beschäftigte (z.B. WebQuest oder Podcast) oder auch Inhalten, die ich selber noch nicht ausprobiert habe, aber mehr darüber erfahren wollte (z.B. Wikis, Games). So ist mein persönliches Nachschlagewerk zu IKT entstanden. Ich habe bemerkenswerte Links, auf die ich bei der Recherche stiess, jeweils in die Beiträge eingefügt und kann nun jederzeit nachlesen, ohne wieder neu recherchieren zu müssen. Dadurch, dass ich jeweils versucht habe, das Thema gut zu beleuchten, sind allerdings die einzelnen Beiträge für mein Empfinden zu lang geworden. Das widerspricht der Idee von Blogs. Die Beiträge sollten möglichst auf einer Bildschirmseite Platz haben. Ich glaube, die langen Texte schrecken -zumindest zufällig bei mir gelandete Leser- ab. Dennoch habe ich auch ein paar Kommentare erhalten. Es hat also doch jemand weitergelesen.

Der Aufhänger meines Blogs stand für mich sofort fest. Ich fand es spannend, mal wieder ein wenig in mein altes Forschungsgebiet einzutauchen. Die Bemerkungen verschiedenster Besucher meines Blogs zeigten, dass dies wirklich ein Hingucker ist und nicht nur Biologen Freude macht.

Jeder unserer Blogs trägt die unverwechselbare Handschrift seines Autors. Man kann ganz gut sehen, wie unterschiedlich wir ‘ticken’. Ich fand und finde (bin noch nicht bei allen durch ;-) ) immer wieder spannende neue Sichtweisen auf die Themen. Ich fand auch das Lesen in den anderen Blogs sehr bereichernd.

Durch das Arbeiten am Blog habe ich verschiedene Techniken und dazugehörige Tricks (Bilder, Links einfügen, verwalten von Beiträgen …) kennengelernt. Diese konnte ich dann auch gut für die Erstellung des WebQuests und der Internet-Rallye gebrauchen. Mit jeder „Sitzung“ habe ich noch etwas Neues dazu gelernt.

Rückblickend kann ich sagen: Auch ich habe in diesem Kurs sehr viel gelernt. Ich war wirklich ein unbeschriebenes Blatt in Sachen ICT. (Bei den Skill-Tests schnitt ich zwischen 60 und 70 % ab.) Es galt also ein weites Feld zu beackern. Wenn ich meine ersten Einträge lese, machte sich dies in einer ziemlichen Frustration bemerkbar. Heute fühle ich mich in Sachen Web 2.0 einigermassen kompetent. Meine PLE  ist mein Einstiegsbildschirm und bleibt es auch. Die Rallye und das WebQuest werde ich demnächst mit meinen SchülerInnen ausprobieren. Der Kurs hat also echt was bewirkt.

Ich hätte mir vielleicht mehr Effizienz bei der Arbeit in den Lernpartnerschaften gewünscht. Das hat bei mir eigentlich erst jetzt zum Schluss gut geklappt, als es um die Arbeit an den Leistungsnachweisen ging.

Es wäre schön, wenn sich der/die eine oder andere, so wie ich, an meinen Blog erinnern  und ihn auch als Nachschlagewerk benutzen würde.

In diesem Sinne möchte ich mich verabschieden und wünsche allen einen guten Start in unerforschtes Gebiet mit dem gut bepackten IKT-Rucksack.

 

 

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Diese Bilder zeigen einige der häufigen Arten, die ich bei meinen Untersuchungen in griechischen Fliessgewässern fand. Die Aufnahmen sind mit dem Lichtmikroskop bei 1500x Vergrösserung gemacht. Der weisse Strich im Foto ist ein Massstab (10mm).

Heute möchte ich zum Stand der Dinge bezüglich meiner Leistungsnachweise für den IKT-Kurs berichten. Damit komme ich diesmal von meinem Vorhaben ab, in jedem Eintrag ein IKT-Thema / Web 2.0 Tool zu bearbeiten.

Standortbestimmung

Ich habe die Ferien genutzt, um intensiv an meinen Projekten zu arbeiten. Da wäre zunächst mein Blog. Nach einer ungewollt langen Unterbrechung habe ich Ende März weiter geschreiben. Ich habe noch einige Themen bearbeitet. Ich finde das Schwierigste an diesem Projekt tatsächlich das regelmässige Schreiben. Die Vorlage von WordPress ist sehr nutzerfreundlich und ich habe mich schnell zurecht gefunden. Das Problem war eher die Entscheidung, in diesem Blog IKT-Themen gründlich zu bearbeiten. Daraus resultierte jeweils zeitintensive Recherche und Literaturstudium, auch das Schreiben war ein intensiver Prozess. So sass ich an jedem Eintrag ca. 2-3 Stunden.

Anfang April begann ich mit meinem WebQuest. Ich habe mich entschieden dafür ein Thema aufzugreifen, das ich im nächsten Quartal in meinem Unterricht behandeln werde. So fiel die Wahl auf die Insekten. Die Arbeit mit dem Wizard war eigentlich nicht schwierig. Hingegen war das Erarbeiten und die Auswahl der Inhalte kompliziert und zeitaufwendig. Ich wollte auch möglichst verschiedene Multimedia-Elemente einbauen (Internetseiten, Tests, Film, Podcasts), um den SchülerInnen zu zeigen, dass es nicht nur Wikipedia gibt. Im normalen Berufsalltag wüsste ich nicht, wo ich die Zeit für solch ein Projekt  hernehmen sollte. 

Da das Thema Insekten sehr viele Ansatzmöglichkeiten bietet, würde ich meinen WebQuest eher als ein Art Mini-Lernplan bezeichnen. 

Wie beim WebQuest wählte ich auch für die Rallye ein aktuelles Unterrichtsthema. Die Rallye erstellte ich mit google-sites.

Beide Projekte sind sehr umfangreich geworden und sollen in diesem Quartal getestet werden. Ich bin sehr gespannt auf die Erfahrungen, die ich sammeln werde. Ich werde damit dann auch Das WebQuest  und die Rallye überarbeiten. Das Ziel wäre, beide fest in meinen Jahreplan einzubauen. Ungeheuer hilfreich fand ich bei diesen Projekten die intensive Zusammenarbeit mit Dani. Denn den fachlichen und didaktischen Aspekt fand ich die grösste Herausforderung bei diesen beiden Projekten. Bei der Wahl eines Lernpartners ist es daher vielleicht sinnvoll einen Fachkollegen und einen fachfremden Partner zu wählen.

Nicht zufrieden bin ich mit meinem E-Coaching Projekt. Ich habe zwar mit 2 SchülerInnen an dem Projekt gearbeitet, konnte aber meinem Vorhaben, regelmässig zu Coachen, nicht gerecht werden. Für das Projekt eröffnete ich auf Ilias einen eigenen Kurs, zu dem nur die SchülerInnen und ich Zugang hatten. Inzwischen sind einige Dokumente abgelegt, aber eigentlich sind die Coaching-’Sessions’ auf konventionelle Art – nämlich im persönlichen Gespräch erfolgt. Ich sah die SchülerInnen fast täglich und so sprachen wir auch über unser Coaching-Projekt. Mit dem Ergebnis, dass es eigentlich nichts zu mailen gab. Eine weitere Schwierigkeit war, dass die SchülerInnen keinen Coachingbedarf hatten. Sie sind erfolgreich mit ihren Lernstrategien und mit ihren Leistungen zufrieden. So muss ich das Projekt, trotz grösserem Zeitaufwand, wohl als missglückt einstufen. Ich denke allerdings nicht, dass das an der Idee E-Coaching für Lernverhalten liegt, sondern an dem ungünstigen Setting.  Melanie berichtete in ihrem Blogeintrag von einer positiven Erfahrung mit dem E-Coaching im Rahmen des BP-Moduls. Habe mir den von ihr empfohlenen Praxisbericht durchgelesen. Es scheint wohl so zu sein, dass auch die ‘echten’ E-Coaches den Verlust der nonverbalen Kommunikation bei dieser Form des Coachens bemängeln (wenn auch nicht als gravierend). Vielleicht war das ja auch unbewusst bei mir der Beweggrund, eher mit den SchülerInnen zu sprechen. Der grosse Vorteil, den E-Coaching bietet – räumliche Unabhängigkeit - war bei meinem Projekt  ebenfalls kein Thema.

Alles in allem kann ich wohl sagen, dass ich auf gutem Weg bin und die ‘final deadline’ doch noch schaffen werde. Die Arbeit an den Projekten ist sehr spannend und birgt auch ein gewisses Suchtpotential :-) . Was ich schade finde ist, dass das Ergebnis der Beurteilung dieser Leistungsnachweise dem enormen Zeitaufwand für diese Projekte (1 Leistungspunkt /ca. 1 h Aufwand, Rechnung aus der AD) nicht gerecht werden wird.

Reflexion

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Ein Vertreter der Gattung Cocconeis in einer elektronenmikroskopischen Aufnahme. Die vielen Poren sind ein wichtiges taxonomisches Merkmal.

 

Leider konnte ich nicht an der ’Serious-Games-Veranstaltung’ teilnehmen. Es hätte mich sehr interessiert. Ich selber spiele auch ganz gern mal, allerdings bisher nur auf die klassische Art und Weise (CD-ROM). On-line Games kenne ich nur vom Hören Sagen. In der Schule habe ich schon oft SchülerInnen in den Pausen oder Freilektionen spielen sehen. Sie spielen allerdings recht brutale Killerspiele. Auf meine Anfrage, wo sie solche Spiele her hätten, antworteten sie mir, dass diese auf dem Internet wären und dass zeitgleich immer viele Spieler gemeinsam spielen – konkret sitzen dann in allen Bibliotheks- und Computer-Arbeitsräumen SchülerInnen, die sich durch die Gänge des Cyberspace jagen und versuchen einander virtuell zu töten. Soweit meine erste Erfahrung mit Online-Games. Ich war ziemlich schockiert. Um so dringender ist mein Wunsch mehr darüber zu erfahren. Ich stelle fest, dass ich eher überreagiere und diese Killerspielen missbillige.

Gerade gab es wieder einen Amoklauf eines Jugendlichen (Winnenden, DE) und die Diskussion um das Gewaltpotential der Computerspiele läuft wieder auf Hochtouren. Ich habe mich ein wenig auf dem Netz informiert und dabei zahlreiche Links und Artikel gefunden. Unter anderem fand ich die Aufzeichnung einer Sendung im 3sat vom 5.4.09, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt. Über diesen Link könnt ihr in den Beitrag reinschauen.

Die Befragten der Sendung, wie auch wissenschaftliche Studien, die sich mit diesem Thema auseinandersetzten, kamen zu dem Schluss, dass diese Spiele allein nicht für erhöhte Gewaltbereitschaft verantwortlich gemacht werden können.

Im Jahre 2008 erschien vom Deutschen Kulturrat eine umfassende Studie („streitfall-computerspiele„, 140 S.) zum Thema Computerspiele. Darin wird  unter anderem zur Bedeutung der Spiele im Alltag ,in der Kultur und in der Bildung Stellung genommen . Es werden Nutzen und Gefahren ausgelotet und die Chancen im modernen digitalen Zeitalter aufgezeigt.

Inzwischen halten Computerspiele auch Einzug in der Literatur in der Taz vom 9.4.09 wird der gerade erschienene Krimi von Ingrid Schmitz besprochen. In diesem Buch ermittelt eine Kommissarin nicht nur in der realen Welt, sondern auch im ‘second life’. Zusätzlich zum Buch scheint es in ‘Second Life’ die vituellen Schauplätze für Besichtigungen zu geben, man kann sogar mit den Romanhelden Gespräche führen. Klingt nach einer spannenden Verknüpfung von ‘Realität’ und Fiktion – sicher interessant für jene die Krimis und Online-Games mögen.

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Kieselalge im Elektronenmikroskop (REM). Man sieht sehr schön ihre die räumliche Struktur. Man kann sie sich wie winzige Keksdosen vorstellen, deren Hälften genau ineinander passen.

 

 

 

 

Beim Nachlesen in meinen alten Blogeinträgen habe ich festgestellt, dass ich über den für mich grössten Gewinn aus dem IKT-Modul noch gar nicht berichtet habe – social bookmarking.

Ich hatte von Bekannten schon von einem Internetdienst gehört, mit dem man seine Favorits über das Netz so ablegen kann, dass man von jedem Computer überall auf der Welt Zugriff hat. Eine geniale Idee, die ich mir in der Praxis recht kompliziert vorstellte.

Im IKT-Modul lernten wir ‘del.icio.us’ kennen.

Es ist bestechend einfach in der Handhabung und -für mich zumindest- zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel besonders für meine Unterrichtsvorbereitung geworden.

Die Anmeldung und der Umgang mit diesem Tool sind simple erklärt und können schnell ausgeführt werden. In einem anderen Blog fand ich ein Tutorial  für all jene, die del.icio.us noch nicht kennen oder seine Möglichkeiten bisher noch nicht voll ausschöpfen.

Dieses Tutorial ist übrigens das Ergebnis einer ‘Blogrecherche’. Die Autoren kommen damit dem Bedarf nach brauchbaren deutschsprachigen Handreichungen zum Umgang mit del.icoui.us nach. Neben einer ‘Schritt für Schritt ‘-Anleitung  für die Anmeldung finden sich Erklärungen zu Tags oder zur Einrichtung von social bookmarking Netzwerken.  Dieser Blog scheint sowieso ganz interessant. Es gibt dort Fachinformationen sowie Tipps und Tricks zu Internetrecherchen und Suchmaschinen – die Liste der bearbeiteten Kategorien ist lang und viele Themen ähneln unseren Inhalten im IKT-Modul. 

„Mein“ Del.icio.us ist, seitdem ich es eingerichtet habe, enorm gewachsen (von 0 auf 223! bookmarks). Ich habe mir zu meinen verschiedenen Fachgebieten mehrere Tag-Bundles eingerichtet. Nahezu täglich kommt etwas Neues dazu. Inzwischen habe ich auch Kollegen von diesem Werkzeug erzählt und es besteht Interesse, innerhalb der Fachschaft ein social-bookmarking-Netzwerk einzurichten, so dass jeder auf die abgelegten (zugelassenen) bookmarks zurückgreifen kann.

Ich arbeite gerade an meiner Internet-Rallye und meinem WebQuest. Jeder der das schon mal gemacht hat weiss, dass die wirklich zeitaufwendigste Arbeit die Internet-Recherche nach guten Links, Bildern, Videos etc. ist.  Hier ist del.icio.us wirklich Gold wert. Die in  Tags sortierten bookmarks/Links kann ich schnell wieder finden und entsprechend mit meinen Sites/Begriffen verknüpfen. Darüberhinaus habe ich sie für meine Unterrichtsvorbereitung „clickbereit“.  Bisher hat mir die Nutzung von del.icio.us Zeit und Nerven gespart. Ich hoffe, dass ich mit Hilfe des Kollegiums auch den „social“-part noch weiter ausbauen kann.

Nachdem ich in meinem letzten Eintrag eher allgemein über den Einsatz von Wikis und speziell über die Möglichkeiten ein Wiki als gemeinsame Plattform für Fernstudierende zu verwenden nachgedacht habe, möchte ich heute einige Gedanken zum Erstellen und der Nutzung dieses Web 2.0 Tools aufschreiben.

Zunächst ein Videoclip, in dem an einem simplen Beispiel ganz kurz und knapp erklärt, wie ein Wiki funktioniert.

  

 

Besonders wichtig finde ich in dem Filmchen, dass anschaulich gezeigt wird, dass Email beispielsweise nicht synchron von den Nutzern eingesetzt werden kann und daher für schnelle Kommunikation und die Entwicklung von Gedanken (oder eben auch Unterrichtsmaterial) zu umständlich ist. Eine Stärke der Wikis liegt genau da.

 

Bevor man ein Wiki erstellt, empfiehlt es sich eine Planungsskizze zu entwerfen. Dies könnte zum Beispiel eine Person sein, die sich gleichzeitig auch ein wenig für die „Wartung “ des Wikis verantwortlich fühlt. Man könnte aber auch zunächst erstmal ein Wiki für den Entwurf der Planungsskizze des eigentlichen Wikis ins Leben rufen. Damit übernehmen alle Nutzer gemeinsam die Verantwortung. Für komplexere Wikis (wie auch für das Beispiel der Fernstudierenden) empfiehlt es sich, die Plattform entsprechend vor zu strukturieren. 

 

Die Tatsache, dass praktisch jeder an dem Wiki ‘rumschreiben’ kann birgt wie bereits erwähnt, auch die Gefahr, dass auch qualitativ minderwertige Beiträge hochgeladen werden oder Personen sich beteiligen, die nicht zur Weiterentwicklung der Lernplattform beitragen.  Um dem vorzubeugen, kann man festlegen, wer Beiträge schreiben oder bearbeiten darf. Dazu muss zusammen mit der Planungsskizze eine Liste der berechtigten Teilnehmer erstellt und die Passwörter zugewiesen werden. Ein Nachteil dieses eingeschränkten Zugangs ist allerdings, dass zufällige oder auch an den Themen interessierte Besucher nicht aktiv an der Gestaltung des Wikis mitwirken können.

Sind alle Vorbereitungen getroffen, kann das Wiki eingerichtet werden. Hierfür empfehle ich die Anleitung in G. Murbachs Buch „Mit Web 2.0 das Internet aktiv mitgestalten“ (2009, S. 191-212).

Abschliessend noch ein paar Tipps zum Schreiben im Wiki (in Anlehnung an C+U, 66/2007, S. 43)

  • Inhalt und Struktur des Wikis müssen – wie voher vereinbart – eingehalten werden; keine privaten Chats, Terminkalender etc.
  • Beiträge sollten inhaltlich sinngemäss zugeordnet und so dargestellt und verlinkt werden, dass der Leser den Text auf einen Blick erfassen kann.
  • Bei komplexen Plattformen sollten formelle Kriterien (Verlinkung, layout) zu Beginn festgelegt werden, um eine übersichtliche Gesamtstruktur zu gewährleisten.
  • Links sollten direkt auf das Wort gesetzt werden, auf das er sich bezieht.

Dies ganz kurz zu den Wikis. Weiterführende Informationen finden sich in den erwähnten Arbeiten (s. vorgängigen Blogeintrag), im oben aufgeführten Buch und natürlich im ‘WorldWideWeb’ ;-) .

(Viel Spass beim Ausprobieren Schwesterlein!)

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Neulich telefonierte ich mit meiner Schwester, die gerade eine Zusatzausbildung absolviert. Diese Ausbildung könnte man wohl als Fernstudiengang bezeichnen. Die Teilnehmer des Kurses arbeiten zu Hause – viele sind nebenbei berufstätig – und treffen sich mehrmals im Jahr zu Lehrveranstaltungen in Berlin oder Hamburg. Wie bei solchen Studiengängen üblich, sind die StudentInnen über ganz Deutschland verstreut. Im Gespräch erzählte mir meine Schwester, dass sich verschiedene Lerngruppen gebildet hätten, es aber sehr schwierig sei, regelmässig gemeinsame Termine zum Lernen zu finden. Als sie so berichtete, kamen mir die Wikis in den Sinn, über die wir auch im IKT sprachen und ein solches Wiki ist ja auch unsere gemeinsame Plattform. Ich schreibe heute also mal allgemein über Wikis, damit besonders meine Schwester sich etwas genauer vorstellen kann, welche Möglichkeiten es bietet und natürlich auch, um mich selber intensiver mit diesem Thema zu beschäftigen.

Wer weiss, vielleicht beschliessen sie und ihre KommilitonInnen ja selbst ein Wiki ins Leben zu rufen.

Das wohl bekanntest Beispiel für ein erfolgreiches Wiki ist das allen bekannte Wikipedia.

In Schulen kommen Wikis bereits zum Einsatz, zum Beispiel bei der Bearbeitung von Projekten, der Planung von ausserschulischen Aktivitäten (Reisen, Exkursionen, Freizeit etc.) oder dem Austausch von Meinungen zu einem Thema (Rauchen, Drogen o.ä.). Vielfach arbeiten einzelne Klassen mit Wikis. Es gibt aber auch schulübergreifende und sogar länderübergreifende Wikis. Ebenso könnte ein Wiki auch einen Studiengang begleiten.

Wikis bietet sich an, weil

       inzwischen jeder auch zu Hause über Internetanschluss verfügt und somit jederzeit Zugriff auf die Plattform haben kann.

       das Arbeiten mit Wikis sehr unkompliziert ist und von jedem schnell erlernt werden kann ohne Kurse besuchen zu müssen.

       die Arbeits- bzw. Lernfortschritte, die gemacht werden, immer sofort on-line verfügbar sind. Das verhindert Dopplungen die Arbeit kann besser aufgeteilt und so Zeit gespart werden.

       praktisch jede Art von Materialien in ein Wiki eingebaut werden kann – Bilder, Videos, Podcasts, Tests … . Das Wiki an sich ist nur die Plattform und lässt den Gestaltern freien Raum.

       im Wiki die Seiten nicht nur – wie bei herkömmlichen Websites – gelesen, sondern auch direkt on-line bearbeitet werden können, so wird eine schnelle Weitergabe von Wissen ermöglicht.

       die Studierenden zu ihrem selbst iniziierten Wiki auch Dozenten oder externe Fachpersonen einladen können, an dem Wiki mitzuarbeiten und es durch fachliche Beiträge zu bereichern.

       so ein Wiki zeitlich nicht begrenzt ist. Es kann von der „ersten Generation“an nachfolgende Studierende „weitergegeben“ werden. So geht ihre Arbeit nicht verloren und es kann eine hervorragende Plattform entstehen, die diesen Studiengang begleitet.

 

Die offene Struktur des Wikis birgt allerdings auch die Gefahr, dass die Qualität der Beiträge sehr unterschiedlich sein kann. Die Nutzer müssen also eine Art Selbstkontrolle ihres Wikis durchführen.

Die beiden Arbeiten „Wiki – Zusammenarbeit im Netz“ von Andres Streiff  und „Wikis in der Schule“ von Alfred Klampfer beschäftigen sich eingehend mit den Anwendungsmöglichkeiten von Wikis vor allem im Schulkontetxt. Darüber hinaus enthalten sie auch ganz konkrete praktische Hinweise zur Einrichtung und Nutzung von Wikis.

Insgesamt denke ich, dass die Vorteile dieses Werkzeugs klar auf der Hand liegen. Ein Wiki ist sicherlich eine Möglichkeit, die über ganz Deutschland verteilten Studierenden für die Bearbeitung der Aufgaben in den verschiedenen Fächern, die Vorbereitung auf die jeweiligen Kontaktveranstaltungen und/oder die Prüfungsvorbereitung zusammen zu führen.

In meinem nächsten Eintrag werde ich auf den Aufbau eines Wikis eingehen.

Macht PowerPoint dumm?

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Heute ein Vertreter der Gattung Campylodiscus. Viele Vertreter kommen im Süsswasser vor, es gibt aber auch marine Formen.

Mit dieser Frage setzt sich ein Artikel des Tages-Anzeigers (27/07/07, S.68) auseinander, auf den ich im Rahmen der Fachdidaktik stiess. Um es gleich vorweg zu nehmen – die Autorin kommt zu dem Schluss, dass dies  nicht so ist. In diesem Artikel setzt sie sich kritisch mit der wahren Flut von PowerPoint Präsentationen in allen Bereichen des täglichen Lebens auseinander. Konkret heisst das, dass schätzungsweise täglich mehr als 35 Millionen ! Power Point Präsentationen erstellt werden.

Im Unterrrichtsgeschehen werden wir ja auch oft mit der Problematik der visuellen Unterstützung unserer Vorträge konfrontiert. Wir fragen uns, welches Medium sollen wir wählen: die gute alte Wandtafel, Folien und Hellraumprojektor oder eben eine PowerPoint Präsentation. Ich bin sicher nicht die Einzige, die in der Regel Letzteres wählt.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Für mich sind die wichtigsten, dass ich Bildmaterial, Videos und Audiodateien einbauen sowie den Zuhörern schnell und einfach begleitende handouts abgeben kann und dass ich sie auf einen Speichermedium platzsparend mit mir herumtragen kann.

Durch die einfache Handhabung und die vorgegebene Struktur birgt die PowerPoint Päsentation aber auch Gefahren. Vielfach verwenden die Nutzer die Möglichkeiten des Programmes (ich eingeschlossen) unüberlegt. Zu nennen sind da zum Beispiel der Einsatz von Animationen bei Text und Bildern, das Unterlegen der Folien mit unpassenden Klangeffekten, die schlechte Auswahl von Schriftgrösse und Farben und vieles mehr.

Wir alle wissen, dass wir nicht zu viel Text auf die Folien schreiben sollen. In dem eingangs erwähnten Artikel kritisiert die Autorin aber die dadurch entstehende Stilisierung der Vorträge und die Gefahr, dass die Folien dadurch an Aussagekraft verlieren.  

Oft werden die gleichen Design Templates verwendet, da sie sich für sachliche Vorträge am besten zu eignen scheinen. Dadurch gleichen sich die Vorträge und sind für die Zuhörer eher langweilig. Power Point fokussiert auf Zeigen und Schauen, was ja in unserer Zeige-Zeit auch durchaus angebracht scheint. Jeder kann beeindruckend präsentieren, wenn er einige Grundregeln zur Erstellung einer PowerPoint beachtet.  Aber das sagt noch lange nichts über den Inhalt des Vortrags aus.  Durch seine hierarchische Struktur ist der PowerPoint- Anwender versucht, die Informationen zu zerstückeln. Prozesse, Zusammenhänge und Argumente könnten dabei verloren gehen. Hier liegt auch die Hauptursache der Kritik (siehe Titel) an der PowerPoint Software und deren Einsatz von E. Tufte (2003) , dessen Essay lebhafte Diskussionen auslöste. 

Tatsächlich ist das aber nicht ein Problem des Programms, sondern der Anwender. Wir müssen richtig mit diesem Werkzeug umgehen lernen und es gezielter einsetzen.

 Dieser Eintrag soll als Anregung verstanden werden, dass wir nochmal über unseren Umgang mit PowerPoint im Unterricht nachdenken und vielleicht die eine oder andere Präsentation kritisch unter die Lupe nehmen. Das könnte uns vor gelangweilten Schülermienen bewahren.

In diesem Sinne noch ein witziges Video zum Thema. Die Bildqualität ist zwar nicht so gut, aber durch die spritzigen Ausführungen des Redners sind unmissverständlich – Viel Vergnügen!

Funktionsweise eines Podcasts

In diesem Eintrag möchte ich mich mit dem Thema Podcasts beschäftigen. In meinem letzten Eintrag verweise ich ja auf eine Podcastserie zum Thema E-Assessments. Ich wollte nun wissen, wie man solche online-Radiobeiträge erstellt.

Im Februar gab es vom Ilias-Team der PHTG ein Angebot zur Vorstellung von Podcasts, das ich nutzte. Ich fand den Kurs sehr kompakt und hatte am Ende auch schon einen kleinen Podcast, den ich aber aufgrund mangelnden Tiefgangs hier nicht zum besten geben möchte.

Nachfolgend fasse ich das Wichtigste aus dem Kurs zusammen.

Zunächst zur Definition. Ich dachte bisher Podcasts sehen einfach Audiotdateien, sprich so etwas wie Radiosendungen. Dem ist jedoch nicht so – inzwischen schliesst der Begriff auch Videodateien ein, die jeweils produziert und über das Internet veröffentlicht werden. Das Wort „Podcast“setzt sich aus den beiden Worten iPod(mp3-Palyer von Apple) und Broadcastzusammen. Ein echter Podcast unterscheidet sich von anderen Möglichkeiten der Verbreitung von digitalen Mediendateien durch sein Abonnementmodell (RSS-Feeds).  Wie bei einem Zeitungsabonnement wird der Podcast den Abonnenten durch eine automatische Einspeisung geliefert. So erhält der Abonnent regelmäßig neue Mediendateien, die er von der abonnierten Website herunterladen kann (s. Schema zu Beginn deas Artikels). 

 Im Zusammenhang mit Podcasting tauchen verschiedene Begriffe auf.

  • Podcast: ursprünglichste Form, hierbei handelt es sich um reine Audiodateien. (mp3-Dateien)
  • Vodcast/ Video-Podcasting /Videocast): damit sind kleine Videos  – mpeg4-Dateien- gemeint.
  • Enhanced Podcast: hier ist das Audio und/oder Videomaterial zum Besispiel durch Texte oder Bilder / Folien ergänzt. Diese Form bietet sich zum Beispiel bei Mitschnitten von Vorlesungen oder Vorträgen an. (m4a-Dateien)
  • Screencast: Diese Form des Podcasts wird für kommentierte Bildschirmaktivivtäten verwendet.

Bevor man an die Arbeit geht, einen Podcast zu erstellen sollte man sich Gedanken zu folgenden Fragen machen. Als erstes sollte man sich darüber klar werden, was man eigentlich mitteilen möchte. Eignet sich die Form des Podcasts für das vorzustellende Thema? Es sollte auch genau überlegt werden, welche der eben vorgestellten Formen die geeignetste ist: genügt ein Podcast oder ist ein Videocast günstiger oder bietet sich sogar ein enhanced Podcast an?

Ist die Entscheidung gefallen, sollten einige Tipps beachtet werden:

  1. Ein Drehbuch – Regieanweisungen und der zu sprechnde Text sollten vorbereitet werden. Dabei empfielht es sich, für die endgültige nur stichpunkltartige Notizen zu verwenden. Ausformulierte Texte verleiten dazu einfach abzulesen und das wird für denn Zuhörer schnell langweilig.
  2. Vor der endgültigen Aufnahme sollten die verwendeten Geräte un d Software bei verschiedenen Einstellungen getestet werden. Dafür benötigt man Zeit. Das nuss eingeplant werden.
  3. Auch hier gilt der Grundsatz “ in der Kürze liegt die Würze“.  Die Beiträge sollten eine Dauer von 10 Minuten nicht überschreiten.
  4. Handelt es sich um eine Serie von Podcasts, sollte darauf geachtet werden, dass der Rahmen (Jingle, Aufmachung) der Beiträge gleich bleiben. Das schafft einen Wiedererkennungseffekt und hält die Interessenten bei der Stange.
  5. Bei  enhanced podcasts sollten am Ende die Kontaktmöglichkeiten angefügt werden.
  6. Schliesslich ist es sehr wichtig, dass man sich bei der Aufnahme wohl fühlt. Es sollte also eine angenehme Umgebung gewählt werden.

 Im Kurs wurde auch die für Podcasting notwendige Ausrüstung vorgestellt. Prinzipiell  kann man mit jedem Laptop, der über ein internes Mikrofon verfügt, einfache Aufnahmen machen. Für eine bessere Tonqualität wurde ein gutes Headset (Kosten ca. 25-30 Euro) vorgeschlagen. Möchte man zum Beispiel ein Interview oder ein Hörspiel mit mehreren Personen aufnehmen eignet sich am besten ein separates Tischmikrofon. Neben dem Mikrofon ist natürlich auch noch die geeingete Software nötig.

Software

Kosten

Für Mac

Für Windows

Audacity (für Audioaufzeichnungen)

free

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ü

Garage Band (Audio- und Bildauf-zeichnungen)

ca. 79 Euro

ü

 

Camtasia (Aufzeichnung von Präsentationen)

ca. 175 Euro

 

ü

Profcast (Aufzeichnung von Präsentationen)

ca. 60 $

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Jing (für Screencapture)

free

ü

ü

ScreenFlow (ebenfalls für Screencapture)

ca. 99 $

ü

 

iTunes (Podcatcher)

free

ü

ü

Im Medienzentrum der PHTG können verschiedene Arten von Mikrophonen und Laptops mit installierter Software  von Studierenden unentgeltlich ausgeliehen werden.

Beim Stöbern zum Thema Podcasting stiess ich übrigens auch auf die Seite der Bundeskanzlerin Deutschlands. Sie ist nicht nur fit im Versenden von SMS, sondern auch eine sehr engagierte Nutzerin von WEB 2.0. Sie stellt unter anderem jede Woche einen Videopodcast zu aktuellen Themen ins Netz, wen’s interessiert, der sollte mal reinschauen. Das ist sehr professionell gemacht – logisch.

In einem Artikel aus dem Heft „CHIP“ kann man eine ausführliche Schritt für Schritt- Anleitung zur Erstellung eines Podcasts nachlesen.

 Der Einsatz von Podcasts im Unterricht scheint mir besonders günstig für Sprach- und geisteswissenschaftliche Fächer. Ich habe natürlich sofort überlegt, wo ich in meinem Unterricht (Biologie/Chemie) mit der Methode arbeiten könnte.  Bei der Vorstellung der verschiedenen Möglichkeiten, hatte ich eine Idee im Zusammenhang mit dem Screencast. Wir verwenden im Unterricht immer wieder verschiedene Software Lernprogramme (Klett-Mediothek, Vogelstimmen- und Amphibienlernprogramme). Bei der Einführung der Software zeige ich den SchülerInnen in der Regel einmal in der Lektion die Handhabung über den Beamer und gebe zum Teil auch eine schriftliche  Gebrauchsanleitung ab. Es kommt aber immer wieder zu Fragen, was die Handhabung der Programme betrifft. Ich könnte mir gut vorstellen, die Einführung, die ich in das jeweilige Programm mache, aufzuzeichnen und den SchülerInnen über das Intrnet zur Verfügung zu stellen. So könnten sie, wann immer sie es brauchen, die Einführung nochmals ablaufen lassen und so ihre Fragen unabhängig von mir  klären. Natürlich könnten auch die Kollegen davon profitieren, da wir ja alle die gleiche Software verwenden.

Dies als Anregung zum Thema Podcasting. Hat jemand von Euch im (naturwissenschaftlichen)Unterricht schon damit gearbeitet?

sessil-diatoms

Nachdem ihr in einem der früheren Einträge die frei schwimmende Asterionella sp. kennen gelernt habt, stelle ich hier benthische (fest sitzende) Diatomen vor. Alle kennen sie als bräunlichen glitschigen Bewuchs auf Steinen in Fliessgewässern bspw.

Nach längerer Pause melde ich mich wieder zu Wort. Heute möchte zum Thema E-Assessment schreiben. Anlass ist der Test, an dem wir uns im Januar im Zusammenhang mit unserem Literaturstudium beteiligten. Mir war schon klar, dass eine Überprüfung von Wissen auf Internetbasis möglich ist. Mich beschäftigte die Frage: Warum so und nicht in herkömmlicher Form als schriftliche oder mündliche Püfung? Welche Vorteile bietet diese Form der Prüfung?

Grundsätzlich bieten e-Prüfungen verschiedene Vorteile. Die Wichtigsten sind wohl, dass über längere Sicht Prüfungen leicht und zeitsparend zu erstellen sind und die Möglichkeit, dass die Lernenden von jedem Ort aus an den Prüfungen teilnehmen können. Alles was sie benötigen ist ein Computer mit Internetzugang.

Desweiteren bietet die regelmässige Arbeit mit E-Prüfung die Möglichkeit zum Erstellen und Verwalten von Aufgabenpools, die vom Kollegium gemeinsam genutzt werden können. Aus der Sicht der Materialersparnis kann so auf Hunderte von Kopien verzichtet werden, auch farbige Abbildungen können problemlos eingearbeitet werden. Es ist aber auch jederzeit möglich die Prüfungen dennoch auszudrucken und an die SchülerInnen zu verteilen, falls dies erforderlich ist. Mit entsprechenden Programmen können die Prüfungsergebnisse ins Excel exportiert und so, wenn man das möchte, ebenfalls den SchülerInnen zugänglich gemacht werden.

In dem neu erschienenen Buch „Mit Web 2.0 das Internet aktiv mitgestalten“ von G. Murbach (hep Verlag, 2009) ist ein Link angegeben (http://www.internet-pruefungen.de/hp/), über den man schnell und einfach Prüfungen erstellen und die Ergebnisse verwalten kann. Im Buch findet sich auch eine Art kurze Gebrauchsanweisung zu Erwerb und Umgang dieses Programmes.

Ich recherchierte auch ein wenig über die Anwendungen dieser Form der Prüfung in Gymnasien  und im universitären Bereich. Ich stellte fest, dass in Gymnasien noch kaum e-Pürfungen durchgeführt werden. Zumindest habe ich nichts aussagekräftiges gefunden.

Im Gegensatz dazu scheinen e-Prüfungen in den Universitäten bereits regelmässig zum Einsatz zu kommen. Das e-Learning Center der Universität Zürich beispielsweise veröffentlichte um die Jahreswende eine Podcasting-Reihe zu genau diesem Thema. http://www.elc.uzh.ch/static/elearningpodcast/?p=18 . In verschiedenen Sendungen wird versucht das Thema von den verschiedensten Seiten zu beleuchten. Unter anderem wird darüber diskutiert, wie sich die Bologna-Reform auf e-Prüfungen auswirkt (http://www.elc.uzh.ch/static/elearningpodcast/?p=15). In einem anderen Beitrag berichtet ein Professor des Institutes für Veterenärpathologie aus der Praxis und erläutert seine Erfahrungen mit e-Prüfungen in seinem Institut (http://www.elc.uzh.ch/static/elearningpodcast/?p=14). Für mich waren die Podcasts sehr interessant. Ich kann nur empfehlen da mal reinzu hören.

Wer lieber liest, dem kann ich noch den Artikel zu e-Assessment in der Lehrerbildung von Mandy Schiefner empfehlen. In ihrem Artikel setzt sie sich allgemein mit den Funktionen von Prüfungen und den neuen Möglichkeiten, die das blended Learning bietet auseinander. Im Weiteren stellt sie verschiedene Formen des E-Assessent vor. Dabei unterscheidet sie zwischen Geschlossenen bzw. Standardisierten E-Assessmentformen (z.B. Multiple-Choice-Tests) einerseits und Offenen E-Assessmentformen (z.B. Beiträge Foren oder Lerntagebücher) andererseits. Beide Typen werden erläutert und mit Beispielen vorgestellt.

Was ist ein WebQest?

Vertreter der Gattung Cymbella leben sowohl im Meer- als auch im Süsswasser. Sie können frei im Plankton vorkommen oder - wie im Bild-am Boden mit gallertigen "Stängelchen" befestigt sein.

 

Heute soll es in meinem Blogeintrag um Web-Quests gehen. Ich möchte als Projekt ein Web-Quest erstellen und habe schon mal ein wenig dazu gelesen. Ich weiss nicht, ob der Bedarf besteht, möchte aber hier nochmal aufschreiben, was mir an diesem Web 2.0 Tool wichtig erscheint.

Im heutigen Schulalltag gehören Internetrecherchen zum Standardrepertoire in fast allen Unterrichtsfächern. Die SchülerInnen und Schüler sollen sich dabei zu einem meist vorgegebenen Thema im Internet informieren und diese Informationen entsprechend aufbereiten. Häufig mangelt es ihnen jedoch an der Kompetenz zielgerichtet nach fachlich relevanten Informationen zu suchen. Zudem ist es für sie schwer bzw. unmöglich die Qualität und Richtigkeit der gefundenen Informationen zu beurteilen. Aus diesem Grund sollten Lehrpersonen die SchülerInnen bei solchen Recherchen unterstützen und lenken. Eine gute Möglichkeit dazu bietet das WebQuest.

Welchen Unterschied gibt es zwischen Suchmaschinenrecherchen und WebQuests?

Im Gegensatz zu einer Recherche mittels Suchmaschine sind die Internet-Quellen zu dem zu bearbeitenden Thema bereits vorgegeben, d.h. von der Lehrperson didaktisch begründet ausgewählt. Die Recherche erfolgt im Rahmen einer vorgegeben Struktur. Darüberhinaus kann ein WebQuest auch andere Medien wie Bücher, Zeitschriften, CD-Roms oder auch Experimente einbeziehen. Letzteres ist für den naturwissenschaftlichen Unterricht besonders wichtig. Bei Recherchen im Unterricht geht es normalerweise nicht nur um die Suche von Informationen, sondern auch, wie oben bereits erwähnt, um deren entspechende Aufarbeitung. In einem WebQuest sind Vorgaben, und Hilfen dazu integriert.

Die Struktur eines WebQuests ist klar strukturiert. Aus ihr gehen die Ziele und der Ablauf der zu behandelnden Unterrichtseinheit hervor. Die einzelnen Teile eines WebQuests sind (könnten sein):

Einführung : 

An einem alltagsbezogenen „Starter“ wird ein Problem entwickelt.

Aufgabenstellung:

Die von den SchülerInnen zu bearbeitenden Aufgaben werden vorgestellt und erläutert.  Bei der Aufgabenstellung müssen die Voraussetzungen der Lerngruppe (Niveau, Alter) berücksichtigt werden.

Beschreibung des Arbeitsprozesses (Ablauf):

Hier erhalten die SchülerInnen Hinweise zur Organisation ihres Arbeitsprozesses. Sie erfahren zum Beispiel, in welcher Sozialform sie arbeiten sollen, wo sie Begleitmaterial finden (Bücher etc. finden), wo sie Versuche durchführen sollen, wie sie mit den Quellen arbeiten sollen… Es ist auch sinnvoll  Zeitvorgaben zur Lösung der Aufgaben zu machen. Je jünger bzw. unerfahrener  die SchülerInnen im Hinblick auf selbstorganisiertes Lernen sind, desto detailierter müssen die organisatorischen Hinweise sein.

Quellenangaben:

Hier sind die zur Aufgabenlösung notwendigen Internetlinks, Bücher, Versuchsbeschreibungen abgelegt. Wiederum hängt die Art und Weise, in der die Quellen organisiert sind, von den SchülerInnen ab. Die Angaben können einfach entsprechend der Quellen – Buch – Link … geordnet sein oder einzeln zu jeder Aufgabe bzw. thematischer Teilrubrik aufgelistet werden. Die Quellen bilden die Basis für die Bearbeitung des Themas.

Vorgaben zur Präsentation der Ergebnisse:

Die Form der Präsentation wird beschrieben.

Hinweise zur Bewertung:

Um eine Transparenz zu gewährleisten, werden die Bewertungskriterien von Anfang an offen gelegt. Um den Selbstlerncharakter der  Unterrichtseinheit zu unterstreichen, ist es sinnvoll, dass sich die SchülerInnen auf der Grundlage eines vorgegebenen Beurteilungsrasters selbst beurteilen.

Literaturliste:

Wie  jede Veröffentlichung sollte das WebQuest eine Liste aller verwendeten Quellen enthalten.

Um WebQuests zu erstellen, gibt es Vorlagen im Internet z.B.:

http://www.zebis.ch/tools/easywebquest/

http://projects.edtech.sandi.net/staffdev/tpss99/mywebquest/index.htm

http://webquest.sdsu.edu/LessonTemplate.html

Ich habe beim Stöbern ein hübsches Webquest zum Thema „Sonnenschutz“ gefunden. Der nächste Sommer kommt bestimmt und eine Vertiefung auf diesem Gebiet ist sicher nicht nur für ‘Chemiker’ interessant. Viel Spass bei der Bearbeitung.

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